Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine gute Nutzererfahrung zu bereiten. Außerdem werden auch Cookies von Dritten verwendet. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen in der Cookie Policy

You have declined cookies. This decision can be reversed.

You have allowed cookies to be placed on your computer. This decision can be reversed.

  • 2
  • 1

 Dolomitenausgabe: "Es braucht endlich Taten" Wohnsituation für Menschen mit Beeinträchtigung

Link zum Artikel:

Es braucht endlich Taten

 

 Soziale Landwirtschaft: Landesregierung genehmigt Gesetzentwurf

Presseagentur des Landes Südtirol.
Mitteilung Nr. 357 vom 30.01.2018 13:23 Uhr

Politik - Soziale Angebote an die Allgemeinheit, Entwicklungs- und Zuerwerbsperspektiven für die Bauernhöfe - das beinhaltet die Soziale Landwirtschaft.

Landwirtschaftliche Betriebe übernehmen zunehmend neue Aufgaben. Sie schaffen Arbeit für benachteiligte und behinderte Menschen, übernehmen Betreuungs- und Bildungsaufgaben. Einen Gesetzentwurf für diese "Soziale Landwirtschaft" hat die Landesregierung heute auf Vorschlag von Landesrat Arnold Schuler genehmigt.

Schon vor zehn Jahren hat die Südtiroler Bäuerinnenorganisation das Thema Soziale Landwirtschaft aufgegriffen. So werden beispielsweise Kinderbetreuung und Tagesmutterdienst am Bauernhof, das Projekt "Schule am Bauernhof" oder der Mittagstisch für Senioren an verschiedenen Orten erfolgreich angeboten.

Um den sozialen Initiativen am Bauernhof auch einen gesetzlichen Rahmen zu geben, die Tätigkeiten und die Verantwortlichkeiten abzusichern, Qualifikation und Qualität sicherzustellen hat Ladwirtschaftslandesrat Arnold Schuler gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer, dem Südtiroler Bauernbund und den Südtiroler Bäuerinnen, den Landesfachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung, den Landesabteilungen für Landwirtschaft und für Soziales sowie der Europäischen Akademie Eurac einen Gesetzentwurf erarbeitet, dem die Landesregierung heute zugestimmt hat. 

Der Gesetzentwurf baut auf das Staatsgesetz zur Sozialen Landwirtschaft Nr. 141 aus dem Jahr 2015 (Disposizioni in materia di agricoltura sociale) auf, beinhaltet aber eigene und neue Bestimmungen, um die "Multifunktionalität in der Landwirtschaft und die Diversifizierung der Landwirtschaft im Einklang mit den Programmen für die ländliche Entwicklung der europäischen Union" voranzutreiben, wie es Landesrat Schuler formuliert. Während auf gesamtstaatlicher Ebene häufig Genossenschaften als Anbieter im Mittelpunkt stehen, sind es in Südtirol vorwiegend bäuerliche Familienbetriebe. Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher heute nach der Regierungssitzung betonte, stehe das Vorhaben in keinem Fall in Konkurrenz zu genossenschaftlichen Initiativen.  

Wie heute betont wurde, soll der Landesgesetzentwurf eine Brücke sein, um zum einen die Traditionen der sozialen Verantwortung der Südtiroler Landwirtschaft weiterzuentwickeln, zum anderen die Landwirtschaft im peripheren Raum zu stärken. Mit dem neuen Gesetz will die Landesregierung die soziale Landwirtschaft als Tätigkeit im Sinne des Art. 2135 ZGB anerkennen, soziale Dienstleistungen auf Bauernhöfen ermöglichen, Anbieter und Kunden rechtlich und finanziell absichern und der Bezeichnung "Soziale Landwirtschaft" Sichtbarkeit und Schutz bieten. Dazu soll ein eigenes Verzeichnis eingerichtet werden. Anbieter sozialer Landwirtschaft müssen eine angemessene Grundausbildung sowie eine Zusatzqualifikation im sozialen oder pädagogischen Bereich oder im Gesundheitswesen nachweisen.

Das Tätigkeitsfeld in der sozialen Landwirtschaft ist breit: Es reicht vom Tagesmutterdienst, der Arbeitsintegration auch für Schulabbrecher und der "Schule am Bauernhof" über den "Mittagstisch für Senioren", die tiergestützte Therapie und Pädagogik und die Gartentherapie bis hin zu Betreuung von Senioren und Behinderten und der Wissensvermittlung. "Im Rahmen der sozialen Landwirtschaft können also Angebote im pädagogisch-didaktischen Bereich gemacht werden, aber auch im therapeutischen und rehabilitativen Bereich", betont Landesrat Schuler, "das besondere und der Mehrwert dieser Angebote ist das Umfeld, in dem die Betreuten aufgenommen werden: das Zusammenleben oft mehrerer Generationen, die Nähe zur Natur, die ländliche Umgebung und Landschaft, der Umgang mit Tieren - all dies wirkt sich auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden positiv aus und kann den Betreuten helfen, den Sinn und Zweck des Daseins wiederzuentdecken oder sich dessen bewusst zu werden."

Was die Pflegeangebote angeht, so beschränken sie sich auf Pflegestufen im unteren Bereich und ergänzen jene des Sozial- und Gesundheitswesens. "Grundsätzlich ist die Soziale Landwirtschaft als komplementäre Einrichtung zum Sozial– und Gesundheitsbereich zu sehen", sagt die zuständige Landesrätin Martha Stocker, die mit Blick auf die demografische Entwicklung von einer "Chance und Hilfe" in der sozialen Versorgung spricht.

 

(Autor: jw)

Anlagen:
Neue Handlungsfelder eröffnen sich Bauern und Bäuerinnen in der sozialen Landwirtschaft (image/jpeg - 5923,43 Kb)
Neue Handlungsfelder eröffnen sich Bauern und Bäuerinnen in der sozialen Landwirtschaft (image/jpeg - 18,72 Kb)
Neue Handlungsfelder eröffnen sich Bauern und Bäuerinnen in der sozialen Landwirtschaft (image/jpeg - 71,18 Kb)


zum Gesamtarchiv der Pressemitteilungen

Für die Abmeldung des Dienstes oder für weitere Kommentare wenden Sie sich an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 0471/412210/11
Fax. 0471/412220

Für Fragen zu dieser E-Mail wenden Sie sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Realisierung: Südtiroler Informatik AG
Südtiroler Bürgernetz

 

 

 

Mehr Angebote für Autismus-Patienten

Link Artikel: Mehr Angegote für Autismus-Patienten

Wertvolle Erfahrung und wertvolle Hilfe 

Dolomitenausgabe Artikel

 

Brixen Seeburg: Glaube und Licht

 

 

 

Arbeit und Würde für Annelies -Menschen mit Behinderung

 Arbeit und Würde für Annelies -Menschen mit Behinderung: Trotz geistiger Behinderung seit 10 Jahren Arbeitsvertrag

 Link zum PDF:

Arbeit und Würde für Annelies

 

Ein Beitrag von Thaler Daniel und seiner Mama in Südtirol Heute

 

Link zum Beitrag:

Beitrag

 

 

Arbeitskreis Erltern Behinderter und Landesabteilung für Soziales organisieren Fachtagung "Geistig behindert, na und?

 

Familiäre Beziehungen, Erziehungsstile und Werte im gesellschaftlichen Wandel

Familiäre Beziehungen, Erziehungsstile und Werte im gesellschaftlichen Wandel

„Drei Jahre lang haben wir verschiedene Familien begleitet, darunter jene in schwierigen Situationen und Alleinerziehende. Die Ergebnisse dieser Studie, für die wir auch mit zahlreichen ExpertInnen der Sozial und Sanitätsdienste gesprochen haben, werden heute und morgen bei unserer Tagung mit den Beteiligten wie auch Sozialarbeitern und Pädagogen diskutiert“, resümiert Prof. Walter Lorenz. 

 

Geleitet hatten das Forschungsprojekt „Dynamische Beziehungs- und Erziehungsmuster in Südtirol“ Prof. Walter Lorenz und Prof. Silvia Fargion. „Eine Scheidung bedeutet nicht automatisch Probleme“, sprach Prof. Lorenz eines der brennenden Themen der Gesellschaft an. Dazu zeigte Prof. Anna Aluffi-Pentini in ihrem Vortrag auf, dass Scheidungskinder sehr wohl das Positive ihrer Situation zu sehen vermögen. Sie arbeitet mit Kindern, indem sie diese zeichnerisch ihre Situation in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft darstellen lässt. „Kinder bringen dabei die familiären Beziehungen sehr klar zum Ausdruck.“

 

Heute und morgen werden die Ergebnisse dieser umfassenden dreijährigen Studie auf der Tagung „Familienbeziehungen, Erziehungsstile und Werte im gesellschaftlichem Wandel“ im Haus der Familie am Ritten vorgestellt. „Forschung ist das Herzstück einer jeden Universität und eines jeden Professors“, unterstrich Rektor Prof. Paolo Lugli bei seiner Begrüßung. „Ich möchte noch stärker daran arbeiten, dass unsere Forschung interdisziplinär erfolgt.“

 

Diese Abschlusstagung ist eine Veranstaltung im Rahmen der Serie „20 Jahre unibz“ und markiert zudem das Ende der Professur von Prof. Dr. Walter A. Lorenz an dieser Universität, der mit 1. November in den Ruhestand treten wird.

 

Am morgigen Freitag, 27. Oktober lädt Prof. Walter Lorenz zu einem öffentlichen Vortrag im Landhaus 2 von 9-10.30 Uhr ein. Dabei wird Prof. Hans Thiersch, Emeritus Professor der Sozialpädagogik an der Universität Tübingendie Herausforderungen, denen Menschen heutzutage in ihrem Alltag ausgesetzt sind, erörtern.

„Prof. Hans Thiersch bestimmte die Entwicklung der Sozialen Professionen im deutschsprachigen Raum nachhaltig durch seine Erkenntnis, dass Sozialarbeiter den Alltag und die unter schwierigen Bedingungen entwickelten Fähigkeiten von Klienten erkennen und anerkennen müssen“, hebt Prof. Lorenz hervor. Der Zusammenhalt unserer Gesellschaften ist bedroht von wachsenden Spaltungen, in denen Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit missachtet werden. Dies zeichnet sich in wachsender Armut, aber auch in Ausgrenzung ab.“

Vor allem die neuen sozialen Medien tragen dabei zu Verunsicherung und Verängstigung bei, die die Sozialarbeit vor zusätzliche Aufgaben stellen. Im europäischen Kontext wird diese Arbeit zusätzlich erschwert durch Kürzungen in den Sozialbudgets, durch das Anwachsen von Regeln und die Einführung von teilweise unangemessenen Kriterien der ökonomischen Effizienz. Prof. Thiersch wird seine Visionen vortragen, wie die Soziale Arbeit diese Herausforderungen bewältigen und damit einen Beitrag zur Überwindung sozialer Spaltungen leisten kann.

Untenstehend finde Sie die Video- und Audiobeiträge.

 

LINK FILE MP3 - nur Audio - (Luglio - Lorenz - Mairhofer - Pentini - Fargion - Hamburger) https://we.tl/L3wp03uvxT

 

 

Arbeiten und Wohnen mit Behinderung